{"id":983,"date":"2017-11-30T18:49:16","date_gmt":"2017-11-30T17:49:16","guid":{"rendered":"http:\/\/www.cabinet-vigier.com\/?page_id=983"},"modified":"2017-12-10T23:00:39","modified_gmt":"2017-12-10T22:00:39","slug":"die-besteuerung-der-vermoegensverwaltenden-sci-im-deutsch-franzoesischen-kontext","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/cabinet-vigier.com\/de\/die-besteuerung-der-vermoegensverwaltenden-sci-im-deutsch-franzoesischen-kontext\/","title":{"rendered":"Die Besteuerung der verm\u00f6gensverwaltenden SCI im deutsch-franz\u00f6sischen Kontext"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"font-family: helvetica, arial, sans-serif; font-size: 10pt;\">Deutsche, die sich f\u00fcr den Erwerb einer Immobilie in Frankreich interessieren, sehen sich oftmals mit der Frage konfrontiert, ob die Gr\u00fcndung einer Privatimmobiliengesellschaft (sog. soci\u00e9t\u00e9 civile immobili\u00e8re, fortan kurz: SCI) Sinn macht.\u00a0<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica, arial, sans-serif; font-size: 10pt;\">Gerade wenn die Immobilie vermietet werden soll, ergeben sich interessante Gestaltungsm\u00f6glichkeiten, insbesondere in steuerrechtlicher Hinsicht. Die einschl\u00e4gigen Bestimmungen des franz\u00f6sischen Rechts alleine sind recht komplex und werden, wenn der Gesellschafter Steuerausl\u00e4nder mit Sitz in Deutschland ist, durch Aspekte der Doppelbesteuerung noch verkompliziert.\u00a0<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica, arial, sans-serif; font-size: 10pt;\">Der vorliegende Artikel verfolgt den Zweck, Klarheit in diese verschiedenen Aspekte der Besteuerung der franz\u00f6sischen SCI zu bringen. Gegenstand sind im Wesentlichen die Fragen der Besteuerung der laufenden Eink\u00fcnfte der SCI sowie der Besteuerung des Gewinns aus der Ver\u00e4u\u00dferung der Immobilien der verm\u00f6gensverwaltenden SCI bzw. ihrer Anteile. An ausgew\u00e4hlten Stellen wird auch auf die Behandlungen gewerblicher SCI eingegangen. Die Frage der Erbschafts- und Schenkungssteuerechtlichen Behandlung der SCI wird hingegen einem gesonderten Artikel vorbehalten.\u00a0<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica, arial, sans-serif; font-size: 10pt;\">F\u00fcr die weitere Darstellung ist ma\u00dfgeblich zwischen der sog. steuerlich transparenten SCI einerseits (nachfolgend I.) und der K\u00f6rperschaftssteuerpflichtigen SCI andererseits (nachfolgend II.) zu unterscheiden: <\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica, arial, sans-serif; font-size: 10pt;\"><strong>I. Alternative: Der Regelfall der sog. steuerlich transluziden SCI (SCI translucide)<\/strong><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica, arial, sans-serif; font-size: 10pt;\">Ohne besondere Wahl der Besteuerungsart erfolgt keine Besteuerung der SCI selbst, vielmehr erfolgt die Besteuerung\u00a0der Eink\u00fcnfte auf der Ebene der Gesellschafter selbst (Art. 8 des franz\u00f6sischen Steuergesetzbuchs \u201eCode g\u00e9n\u00e9ral des imp\u00f4ts, fortan kurz: CGI). Die Eink\u00fcnfte werden von diesen, proportional zu ihren Anteilen an der Gesellschaft pers\u00f6nlich versteuert. Aus diesem Grund wird hier auch von einer transparenten bzw. nach franz\u00f6sischer Terminologie genauer transluziden SCI gesprochen.\u00a0<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica, arial, sans-serif; font-size: 10pt;\">Die Besteuerung der Eink\u00fcnfte aus Vermietung und Verpachtung einerseits und aus der Ver\u00e4u\u00dferung der Immobilie sowie der Gesellschaftsanteile andererseits gestaltet sich nach den nachfolgend dargestellten Modalit\u00e4ten, wenn es sich bei den Gesellschaftern um nat\u00fcrliche Personen handelt (Handelt es sich bei dem Gesellschafter um eine k\u00f6rperschaftssteuerpflichtige Gesellschaft, so erfolgt die Besteuerung anteilig nach den weiter unten unter Ziff. II dargestellten Grunds\u00e4tzen): <\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica, arial, sans-serif; font-size: 10pt;\"><strong>1. Besteuerung der laufenden Eink\u00fcnfte der Gesellschaft in Frankreich<\/strong><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica, arial, sans-serif; font-size: 10pt;\">Die laufenden Eink\u00fcnfte der transluziden SCI sind von den Gesellschaftern im Rahmen ihrer pers\u00f6nlichen Einkommenssteuer (imp\u00f4ts sur le revenu, fortan kurz: IR) zu versteuern und, je nach T\u00e4tigkeit der Gesellschaft, einer der folgenden vier Einkunftsarten zuzuordnen:<\/span><\/p>\n<ul>\n<li><span style=\"font-family: helvetica, arial, sans-serif; font-size: 10pt;\">Eink\u00fcnfte aus Vermietung und Verpachtung (revenus fonciers, Art. 14 ff. CGI)\u00a0<\/span><\/li>\n<li><span style=\"font-family: helvetica, arial, sans-serif; font-size: 10pt;\">Eink\u00fcnfte aus Landwirtschaft (b\u00e9n\u00e9fices agricoles, Art. 63 ff. CGI)<\/span><\/li>\n<li><span style=\"font-family: helvetica, arial, sans-serif; font-size: 10pt;\">gewerbliche Eink\u00fcnfte (b\u00e9n\u00e9fices industriels et commerciaux, Art. 34 ff. CGI)\u00a0<\/span><\/li>\n<li><span style=\"font-family: helvetica, arial, sans-serif; font-size: 10pt;\">nichtgewerbliche Eink\u00fcnfte (b\u00e9n\u00e9fices non commerciaux, Art. 92 ff. CGI).\u00a0<\/span><\/li>\n<\/ul>\n<p><span style=\"font-family: helvetica, arial, sans-serif; font-size: 10pt;\">Die lediglich Verm\u00f6gensverwaltende SCI mit Vermietungst\u00e4tigkeit erzielt in der Regel Eink\u00fcnfte aus Vermietung und Verpachtung. Dies allerdings nur, wenn es sich um unm\u00f6blierte Vermietung handelt. Das franz\u00f6sische Steuerrecht qualifiziert n\u00e4mlich die m\u00f6blierte Vermietung stets als gewerbliche T\u00e4tigkeit (activit\u00e9 commerciale). Hier ist insbesondere Art. 206-2 CGI zu beachten, der bestimmt, dass wenn die Eink\u00fcnfte der SCI zu mehr als 10% aus gewerblicher T\u00e4tigkeit resultieren, die SCI zwingend der K\u00f6rperschaftssteuer (imp\u00f4t sur les soci\u00e9t\u00e9s) unterliegt, mithin also die Wahlm\u00f6glichkeit zugunsten der Einkommenssteuer (IR) nicht besteht. Wer bei m\u00f6blierter Vermietung der Gesellschaft daher die Einkommenssteuer w\u00e4hlen m\u00f6chte, sollte sich gegebenenfalls Gedanken \u00fcber die Gr\u00fcndung einer Familien-SARL (Gesellschaft mit beschr\u00e4nkter Haftung machen). Dort erlaubt das franz\u00f6sische Recht n\u00e4mlich die entsprechende Wahl, Art. 239 bis AA CGI.\u00a0<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica, arial, sans-serif; font-size: 10pt;\">Liegen Eink\u00fcnfte aus unm\u00f6blierter Vermietung und Verpachtung vor und kommt es zur Einkommensbesteuerung (IR), sieht das franz\u00f6sische Recht zwei alternative Methoden zur Ermittlung der steuerbaren Eink\u00fcnfte vor, welche Steuerinl\u00e4ndern und Steuerausl\u00e4ndern gleicherma\u00dfen zur Verf\u00fcgung stehen:<\/span><\/p>\n<ul>\n<li><span style=\"font-family: helvetica, arial, sans-serif; font-size: 10pt;\">Bei j\u00e4hrlichen Bruttoeinnahmen aus Vermietung und Verpachtung bis 15.000 EUR kommt in der Regel\u00a0 die sog. \u201emicro-foncier\u201c Pauschalbesteuerung zum Ansatz: Von den Bruttoeink\u00fcnften wird ohne weiteren Nachweis ein Betriebsausgabenpauschbetrag von 30% abgezogen und die \u00fcbrigen 70% dem o.g. progressiven Stufentarif \u2013 bei Steuerausl\u00e4ndern allerdings mit dem Mindestsatz von 20%, siehe oben &#8211; unterworfen.\u00a0 Alternativ kann der Steuerzahler allerdings auch die Realversteuerung\u00a0 (r\u00e9gime r\u00e9el) w\u00e4hlen.<\/span><\/li>\n<li><span style=\"font-family: helvetica, arial, sans-serif; font-size: 10pt;\">Bei Bruttoeinnahmen aus Vermietung und Verpachtung \u00fcber 15.000 EUR kommt stets die Realversteuerung zum Ansatz. Hierf\u00fcr ist eine Einnahme\u00fcberschussrechnung anzufertigen und der ermittelte tats\u00e4chliche Gewinn dem progressiven Stufentarif (siehe oben) unterworfen. Die Ausgaben (frais et charges d\u00e9ductibles) sind daher im Einzelnen darzulegen.\u00a0 Als ansatzf\u00e4hige Ausgaben sind anerkannt: Darlehenszinsen, Aufwendungen zum Unterhalt, zur Reparatur oder zur Verbesserung, Grundsteuern und\u00a0 sonstige \u00f6ffentliche Abgaben und Geb\u00fchren mit Ausnahme der Wohnsteuer, Versicherungen und Verwaltungskosten. Die Aufwendungen f\u00fcr den Erwerb k\u00f6nnen allerdings \u2013 mit Ausnahme bestimmter Steuersparmodelle im Rahmen sozialer Immobilienprogramme Malraux, Scellier, Robien, Borloo, Besson, P\u00e9rissol\u00a0 etc., die an spezifische Bedingungen gebunden sind &#8211; nicht abgeschrieben werden. Anders als bei der IS-Besteuerung (siehe unten) bestehen hier also grunds\u00e4tzlich keine Abschreibungsm\u00f6glichkeiten.<\/span><\/li>\n<\/ul>\n<p><span style=\"font-family: helvetica, arial, sans-serif; font-size: 10pt;\">Die nach den jeweils ma\u00dfgebenden Regeln ermittelten Eink\u00fcnfte unterliegen der franz\u00f6sischen Einkommenssteuer mit einem progressiven Stufentarif bis 45%, gegebenenfalls zuz\u00fcglich sog. 3 % bzw. 4 % der sog. Sonderbeitrag auf hohe Einkommen (contribution exceptionnelle sur les hauts revenus) in H\u00f6he von 15,5% (17,2% ab 2018).<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica, arial, sans-serif; font-size: 10pt;\">Steuerausl\u00e4nder, die in Frankreich nur ihr in Frankreich erzieltes Einkommen zu versteuern haben, werden allerdings mit dem Mindeststeuersatz von 20% bezogen auf diese Eink\u00fcnfte besteuert. Wenn der Steuerausl\u00e4nder allerdings nachweist, dass der franz\u00f6sische Steuersatz bezogen auf die gesamten in- und ausl\u00e4ndischen Eink\u00fcnfte niedriger w\u00e4re, wird dieser niedrigere Steuersatz bei der Festlegung der franz\u00f6sischen Einkommenssteuer ber\u00fccksichtigt. (Article 197 A du C.G.I.).<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica, arial, sans-serif; font-size: 10pt;\">Mit den Haushaltreformgesetzen von 2012 hat der franz\u00f6sische Gesetzgeber nunmehr auch\u00a0die Vermietungs- und Verpachtungseink\u00fcnfte von Steuerausl\u00e4ndern der Sozialabgabepflicht unterworfen. Auch diese Eink\u00fcnfte werden seit dem 01.01.2012 mit den Sozialabgaben in H\u00f6he von 15,5% (17,2% ab 2018) belegt.\u00a0(Loi 2012-958 vom 16.08.2012, art. 29; Art. L136-6-I-bis CSS). <\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica, arial, sans-serif; font-size: 10pt;\"><strong>2. Besteuerung von Ver\u00e4u\u00dferungsgewinnen in Frankreich<\/strong><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica, arial, sans-serif; font-size: 10pt;\">Eine spezielle Besteuerung greift ein, wenn Gewinne aus Ver\u00e4u\u00dferung der Immobilien der SCI oder aus der Ver\u00e4u\u00dferung von Gesellschaftsanteilen der SCI realisiert werden. Es gilt hier eine besondere Art der Gewinnermittlung sowie ein besonderer Steuersatz. Grunds\u00e4tzlich muss danach unterschieden werden, ob es sich um Gewinneink\u00fcnfte aus dem Verkauf der Immobilie durch die Gesellschaft oder aber aus dem Verkauf eines Anteils durch den Gesellschafter handelt.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica, arial, sans-serif; font-size: 10pt;\"><strong>a) Verkauf der Immobilie durch die Gesellschaft\u00a0<\/strong><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica, arial, sans-serif; font-size: 10pt;\">Bei Verkauf der Immobilie durch die SCI, die der Einkommensbesteuerung (IR) unterliegt, erfolgt die Besteuerung von Immobilienver\u00e4u\u00dferungsgewinnen bzw. Wertzuw\u00e4chsen wie bei der Ver\u00e4u\u00dferung durch Privatleute (r\u00e9gime d\u2019imposition des plus values immobili\u00e8res des particuliers), wenn der Gesellschafter eine nat\u00fcrliche Person ist (Art. 8, 150 U CGI).\u00a0<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica, arial, sans-serif; font-size: 10pt;\">Jeder Gesellschafter schuldet einen anteiligen Betrag der Steuer, der seinem Gesellschaftsanteil entspricht.\u00a0<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica, arial, sans-serif; font-size: 10pt;\">Handelt es sich bei einem Gesellschafter um eine der K\u00f6rperschaftssteuer unterliegende Gesellschaft, unterliegt der dieser zustehende Anteil am Wertzuwachs der sog. gewerblichen Wertzuwachssteuer, plus-values professionnelles (siehe hierzu noch unten mehr im Rahmen der IS-Besteuerung).<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica, arial, sans-serif; font-size: 10pt;\">Hinsichtlich der Besteuerung von Wertzuw\u00e4chsen bei der Ver\u00e4u\u00dferung von Immobilien durch Privatleute sieht der franz\u00f6sische Gesetzgeber eine Spezialregelung vor, die erheblich von der Einkommenssteuer auf die sonstigen Eink\u00fcnfte abweicht (Art. 150 U bis 150 VH CGI). F\u00fcr die weiteren Einzelheiten dieser Steuer verweisen wir auf unseren gesonderten Artikel \u201eSteuern rund um die Frankreichimmobilie\u201c.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica, arial, sans-serif; font-size: 10pt;\"><strong>b) Verkauf von Gesellschafteranteilen<\/strong><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica, arial, sans-serif; font-size: 10pt;\">Der Verkauf eines Gesellschafteranteils an der steuertransparenten SCI unterliegt in Frankreich denselben Bestimmungen wie der Verkauf der Immobilie durch die Gesellschaft selbst (Art. 8 bis 8ter, 150 U CGI), d.h. der oben dargestellten Besteuerung von Immobilienspekulationsgewinnen durch Privatleute (r\u00e9gime d\u2019imposition des plus values immobili\u00e8res des particuliers). Prinzipiell gilt dies allerdings nur, wenn die SCI auch tats\u00e4chlich eine sog. soci\u00e9t\u00e9 \u00e0 pr\u00e9ponderance immobili\u00e8re (SPPI, art. 726 CGI) darstellt. Dies ist der Fall, wenn ihre Aktiva zu mehr als der H\u00e4lfte aus in Frankreich belegenen Immobilien besteht. Besteuert wird dann auch hier der Wertzuwachs mit 19%, unter Ber\u00fccksichtigung der Abschl\u00e4ge, die nach 30 Jahren Haltedauer zur Steuerfreiheit f\u00fchren (Art. 150 U bis 150 VH CGI). Hinzu kommen die Sozialausgaben in H\u00f6he von 15,5% (ab 2018: 17,2%).\u00a0<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica, arial, sans-serif; font-size: 10pt;\">Einige Besonderheiten ergeben sich allerdings bei der Ermittlung des Wertzuwachses. Zum einen berechnet sich der Wertzuwachs aus der Differenz zwischen Verkaufspreis und dem Erwerbspreis \u2013 ist der Verk\u00e4ufer Gr\u00fcndungsgesellschafter kommt der Nominalwert der Gesch\u00e4ftsanteile als Erwerbspreis zum Ansatz, dieser besteht in der Regel wiederum in dem eingebrachten Kapitalanteil. Allerdings kann hinsichtlich der Erwerbskosten, die zur Ermittlung des Wertzuwachses vom Verkaufspreis abzuziehen sind, kein Pauschalbetrag angesetzt werden, vielmehr sind die konkret angefallenen Nebenkosten darzulegen. Auch k\u00f6nnen die Kosten von Erhaltungs- und Reparaturarbeiten, die die Gesellschaft ausgegeben hat nicht hier in Abzug gebracht werden.\u00a0<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica, arial, sans-serif; font-size: 10pt;\">F\u00fcr Steuerausl\u00e4nder gilt: Auch hier gilt der (taux forfaitaire) iHv. 33,33 % bzw in H\u00f6he von 19% f\u00fcr . EU-Ausl\u00e4nder (Art. 244 bis A CGI) nebst Sozialabgaben in H\u00f6he von 15,5% bzw. ab 2018 : 17,2%. (Loi 2012-958 vom 16.08.2012, art. 29; Art. L136-7-I-bis CSS). <\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica, arial, sans-serif; font-size: 10pt;\"><strong>3. Besteuerung des Immobilien- und Anteilserwerbs (Registersteuer) in Frankreich\u00a0<\/strong><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica, arial, sans-serif; font-size: 10pt;\">Auf Seiten des Erwerbers wird der Erwerb einer Immobilie in Frankreich in der Regel mit der Registersteuer (droits d\u2019enregistrement) in H\u00f6he von 5,81 % belastet, gleich ob es sich um den Erwerb einer gewerblich oder zu Wohnzwecken genutzten Immobilie handelt (Art. 683, 1594 D CGI). Der Steuersatz gilt gleicherma\u00dfen f\u00fcr den Fall, dass die SCI eine Immobilie von einem Dritten erwirbt oder ein Dritter eine Immobilie von einer SCI erwirbt.\u00a0\u00a0<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica, arial, sans-serif; font-size: 10pt;\">Der Erwerb von Anteilen an Personengesellschaften unterliegt in der Regel hingegen einem Registersteuersatz von nur 3%. Der Satz betr\u00e4gt allerdings 5%, wenn mehr als 50% des Aktivverm\u00f6gens der Gesellschaft aus Immobilien bestehen (SPPI, 726-I-2\u00b0 CGI), was bei der SCI in der Regel der Fall sein d\u00fcrfte.\u00a0<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica, arial, sans-serif; font-size: 10pt;\">Ferner l\u00f6st die Einbringung einer Immobilie durch einen Gesellschafter in die transluzide SCI\u00a0in der Regel keine Registersteuer aus (809 bis 810 bis CGI), wenn Sie als Gegenleistung f\u00fcr den Erwerb der Gesellschaftsanteile erfolgt. Allerdings unterliegt der einbringende Gesellschafter der Wertzuwachssteuer nach den allgemeinen Regeln (siehe oben). <\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica, arial, sans-serif; font-size: 10pt;\"><strong>4. Sonstige Steuern in Frankreich<\/strong><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica, arial, sans-serif; font-size: 10pt;\"><strong>a) Mehrwertsteuer (TVA)<\/strong><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica, arial, sans-serif; font-size: 10pt;\">Die SCI ist in der Regel nicht der Mehrwertsteuerpflicht (TVA) unterworfen. Es besteht allerdings eine Wahlm\u00f6glichkeit, wenn eine Gewerbeimmobilie vermietet wird. In diesem Fall besteht dann auch eine Vorsteuerabzugsberechtigung. Ferner ziehen bestimmte Aktivit\u00e4ten zwingend eine Mehrwertsteuerpflicht nach sich, z.B. bestimmte Arten der m\u00f6blierten Vermietung oder die Vermietung von Parkpl\u00e4tzen.\u00a0<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica, arial, sans-serif; font-size: 10pt;\"><strong>b) Grundsteuer (keine Wohnsteuer)<\/strong><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica, arial, sans-serif; font-size: 10pt;\">Schlie\u00dflich hat die SCI, die am 1. Januar eines Jahres Eigent\u00fcmerin einer Immobilie ist, in Frankreich auch die j\u00e4hrliche Grundsteuer (taxe fonci\u00e8re) f\u00fcr diese Immobilie zu zahlen, deren Betrag jede Gemeinde autonom in Abh\u00e4ngigkeit zur Grundst\u00fccksgr\u00f6\u00dfe festsetzt. Die SCI zahlt hingegen keine Wohnsteuer (taxe d\u2019habitation), da diese von der Person zu zahlen ist, die die Immobilie bewohnt (zB. ein Gesellschafter).\u00a0<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica, arial, sans-serif; font-size: 10pt;\"><strong>c) CET-Abgabe (neue Gewerbesteuer)<\/strong><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica, arial, sans-serif; font-size: 10pt;\">Der franz\u00f6sische Gesetzgeber hat mit dem Haushaltsgesetz f\u00fcr 2010 die Gewerbesteuer (taxe professionnelle) durch den sog. territorialen Wirtschaftsbeitrag (contribution \u00e9conomique territoriale, fortan kurz: CET) ersetzt.\u00a0\u00a0<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica, arial, sans-serif; font-size: 10pt;\">Der CET setzt besteht aus zwei Elementen, die jeweils eigenen Berechnungsmodalit\u00e4ten unterliegen:\u00a0<\/span><br \/>\n<span style=\"font-family: helvetica, arial, sans-serif; font-size: 10pt;\"> \u00a0<\/span><\/p>\n<ul>\n<li><span style=\"font-family: helvetica, arial, sans-serif; font-size: 10pt;\">die sog. Liegenschaftsabgabe der Unternehmen (cotisation fonci\u00e8re des entreprises, kurz CFE): Hier wird eine Steuer auf den durch das Liegenschaftskataster festgelegten Mietwert erhoben. Die Steuer kommt unmittelbar den Gemeinden zugute. Diese legen auch den Steuersatz fest. Die Steuer wird in allen Gemeinden erhoben, in denen das Unternehmen \u00fcber Geb\u00e4ude und Grundst\u00fccke verf\u00fcgt.\u00a0<\/span><\/li>\n<li><span style=\"font-family: helvetica, arial, sans-serif; font-size: 10pt;\">die sog. Abgabe auf den Mehrwert der Unternehmen (cotisation sur la valeur ajout\u00e9e des entreprises, kurz: CVAE): Hier wird ein Gro\u00dfteil (80% bzw. 85%) des vom Unternehmen realisierten Umsatzes \u00fcber 500.000 EUR progressiv mit einem Steuersatz von 0,5% bis 1,5 % besteuert. Die CVAE wird ebenfalls von den Gemeinden vereinnahmt, in denen das Unternehmen ans\u00e4ssig ist. Die Einnahmen werden nach einem bestimmten Schl\u00fcssel zwischen den Gemeinden, den D\u00e9partements und den Regionen verteilt.\u00a0<\/span><\/li>\n<\/ul>\n<p><span style=\"font-family: helvetica, arial, sans-serif; font-size: 10pt;\">Der Gesamtbetrag der CET\u00a0darf h\u00f6chstens 3% des vom Unternehmen realisierten Mehrwertes betragen.\u00a0<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica, arial, sans-serif; font-size: 10pt;\">Auch die SCI kann der CET-Besteuerung unterliegen, und zwar nicht lediglich die gewerbliche SCI, sondern auch die Verm\u00f6gensverwaltende SCI, die Eink\u00fcnfte aus der Vermietung unm\u00f6blierter Immobilien erzielt, sofern diese nicht Wohnzwecken dienen (zB. B\u00fcros oder Industriegeb\u00e4ude). Eine CF Besteuerung findet allerdings auch dann \u00fcberhaupt nur statt, wenn der Bruttoumsatz (chiffre d&#8217;affaires ou des recettes hors taxes; BOI Instr. 6E-7-11 du 8 juillet 2011 n\u00b0 33) 100.000 EUR \u00fcbersteigt (Art. 1447 CGI). Um der Steuer zu unterliegen, m\u00fcssen die betroffenen G\u00fcter der SCI selbst zur Nutzung zur Verf\u00fcgung stehen. Die von ihr vermieteten Immobilien hat die SCI daher bei der Ermittlung der von ihr zu zahlenden CET nicht zu ber\u00fccksichtigen. Die entsprechende Verpflichtung trifft ihren Mieter. Die SCI unterliegt dann allerdings dem Mindestbetrag der CFE, den die Gemeinde festgelegt hat (Art. 1647 CGI; BOI 6 E-1-10 v. 25.05.2010).\u00a0<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica, arial, sans-serif; font-size: 10pt;\"><strong>d) Verm\u00f6genssteuer ISF(ab 2018: IFI)<\/strong><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica, arial, sans-serif; font-size: 10pt;\">Nat\u00fcrliche Personen, die \u00fcber in Frankreich belegenes Verm\u00f6gen verf\u00fcgen, dessen Wert nach Abzug aller Verbindlichkeiten mehr als 1.300.000 \u20ac (neuer Schwellenwert ab 2012; 2011 betrug der Schwellenwert: 800.000) betr\u00e4gt, haben in Frankreich grunds\u00e4tzlich eine j\u00e4hrliche Verm\u00f6genssteuer (Imp\u00f4t de solidarit\u00e9 sur la fortune; kurz: ISF) zu entrichten. Die Steuer betr\u00e4gt vorerst (Stand 2017) im Ergebnis unter besonderer Ber\u00fccksichtigung des sog. Sonderbeitrags zur Verm\u00f6genssteuer (CEF) zwischen 0,55 und 1,80 % des ma\u00dfgeblichen Nettoverm\u00f6gens.\u00a0<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica, arial, sans-serif; font-size: 10pt;\">Die Einzelheiten der Berechnung des steuerbaren Verm\u00f6gens sind recht komplex und k\u00f6nnen gerade bei in Frankreich belegenem Immobilienverm\u00f6gen von Steuerausl\u00e4ndern zahlreiche Problemfragen aufwerfen.\u00a0<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica, arial, sans-serif; font-size: 10pt;\">Anteile an transluziden Immobiliengesellschaften wie der SCI werden in Frankreich nach \u00e4hnlichen Grunds\u00e4tzen der Verm\u00f6genssteuer (ISF) unterworfen, wie Anteile an einer Immobiliengesamthand (indivision), d.h. jeder Gesellschafter hat seinen Gesellschaftsanteil in die Verm\u00f6genssteuererkl\u00e4rung seines Haushaltes einzustellen.\u00a0<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica, arial, sans-serif; font-size: 10pt;\">Anders als bei der Immobiliengesamthand (indivision) ma\u00dfgeblich ist hier aber nicht der Verkehrswert der Immobilie selbst, sondern der Verkehrswert des Gesellschaftsanteils als solcher. F\u00fcr die Ermittlung des objektiven Verkehrswertes des Gesellschaftsanteils bei der lediglich verm\u00f6gensverwaltenden SCI ist hierf\u00fcr zun\u00e4chst das Nettoaktivverm\u00f6gen der Gesellschaft zu ermitteln. Dieses besteht in der Regel aus der Differenz zwischen Aktiva und Passiva der Gesellschaft. Hierbei bestehen die Aktiva aus der Summe der folgenden Positionen: Verkehrswert der von der Gesellschaft gehaltenen Immobilien, Werte anderer G\u00fcter im Eigentum der Gesellschaft zuz\u00fcglich sonstigem liquiden Verm\u00f6gen und Forderungen der Gesellschaft. Als Passivposten anerkannt sind dem Grundsatz vor allem Darlehen, die die Gesellschaft zur Finanzierung ihres Gesellschaftsverm\u00f6gens aufnimmt. \u00a0Der Wert des Anteils eines Gesellschafters ermittelt sich dann proportional anhand der Relation dieses Anteils zu den gesamten Gesellschaftsanteilen bezogen auf den Gesamtwert. Bei einem Minderheitenanteil oder wenn die Satzung Verf\u00fcgungsbeschr\u00e4nkungen in Hinblick auf die Ver\u00e4u\u00dferung der Gesellschaftsanteile vorsieht ist ferner anerkannt, dass noch ein zus\u00e4tzlicher Abschlag (d\u00e9cote) von etwa 5-15% vorgenommen werden kann.\u00a0<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica, arial, sans-serif; font-size: 10pt;\">Es kann daher festgehalten werden, dass Darlehen, die eine verm\u00f6gensverwaltende SCI zur Finanzierung des Erwerbs ihres Immobilienverm\u00f6gens aufnimmt, den f\u00fcr die ISF-Erkl\u00e4rung ma\u00dfgeblichen Wert der Gesellschaftsanteile grunds\u00e4tzlich mindert.\u00a0<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica, arial, sans-serif; font-size: 10pt;\">Der Gesetzgeber hat allerdings mit einer Gesetzes\u00e4nderung von 2012 die Abzugsf\u00e4higkeit insoweit eingeschr\u00e4nkt, als dass Darlehen, die der SCI von Gesellschaftern, die Steuerausl\u00e4nder\u00a0 (non-r\u00e9sident) sind, aus Eigenmitteln zur Verf\u00fcgung gestellt werden und die in den sog. laufenden Gesellschafterkonten (comptes courants d\u2019associ\u00e9s) der SCI aufzuf\u00fchren sind, bei der Ermittlung des Wertes des Gesellschaftanteils zum Zweck der Berechnung der der Verm\u00f6genssteuer (ISF) nicht als Wertminderungsposten ber\u00fccksichtigt werden k\u00f6nnen (<a href=\"https:\/\/www.legifrance.gouv.fr\/affichCodeArticle.do?idArticle=LEGIARTI000024417539&amp;cidTexte=LEGITEXT000006069577&amp;dateTexte=20110731&amp;fastPos=1&amp;fastReqId=50500398&amp;oldAction=rechCodeArticle\">Art. 885 T ter des franz\u00f6sischen Steuergesetzbuchs (CGI) idF. vom 29\/07\/2011<\/a>).\u00a0<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica, arial, sans-serif; font-size: 10pt;\">Der Gesetzestext stellt ausdr\u00fccklich klar, dass hiervon nicht nur Darlehen umfasst sind, die der SCI von dem Steuerausl\u00e4nder-Gesellschafter unmittelbar gew\u00e4hrt werden, sondern auch solche, die mittelbar \u2013 das hei\u00dft durch Zwischenschaltung einer oder mehrerer Gesellschaften \u2013 zur Verf\u00fcgung gestellt werden (cr\u00e9ances d\u00e9tenues, directement ou par l&#8217;interm\u00e9diaire d&#8217;une ou plusieurs soci\u00e9t\u00e9s interpos\u00e9es). Damit ist ein bedeutendes Instrument der steuerlichen Strukturierung f\u00fcr Steuerausl\u00e4nder weggefallen.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica, arial, sans-serif; font-size: 10pt;\">Im Umkehrschluss d\u00fcrften \u201eFremddarlehen\u201c \u2013 etwa solche, die der SCI durch Banken oder Dritte, zB. auch Familienangeh\u00f6rige oder deren Gesellschaften, die nicht Mitgesellschafter sind, bereitgestellt werden \u2013 durchaus weiterhin abzugsf\u00e4hig sein. Weitere Kriterien der Abgrenzung sind allerdings weder dem Gesetz noch dem offiziellen Steueramtsblatt (<a href=\"http:\/\/bofip.impots.gouv.fr\/bofip\/4011-PGP.html\">BOFIP, insbesondere BOI-PAT-ISF-30-50-20-20140121 Randziffer 335 ff.<\/a>) zu entnehmen. Gerichtsfeste Angaben zur n\u00e4heren Ausgestaltung der Darlehen im Interesse ihrer Abzugsf\u00e4higkeit k\u00f6nnen daher nicht erteilt werden. Auch zu ber\u00fccksichtigen, dass der Einsatz eines Fremddarlehens zur Steueroptimierung bei der SCI \u00fcberhaupt\u00a0nur dann Sinn macht, wenn die Kosten des Fremddarlehens niedriger sind, als die zu erwartende Steuer.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica, arial, sans-serif; font-size: 10pt;\">Ganz allgemein darf auch noch darauf hingewiesen werden, dass das franz\u00f6sische Steuerrecht die Rechtsfigur des Gestaltungsmissbrauchs (abus de droit) kennt. Hiermit kann die Finanzverwaltung eigentlich zul\u00e4ssige steuerrechtliche Gestaltungen zu Fall bringen, wenn sie nachweist, dass die Gestaltung fiktiv ist und einzig und allein zu dem Zweck verwirklicht wurde, einen bestimmten Steuertatbestand zu umgehen, wobei die Steuerverwaltung die entsprechende Beweislast trifft.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica, arial, sans-serif; font-size: 10pt;\">Schlie\u00dflich wird darauf hingewiesen, dass die franz\u00f6sische Verm\u00f6genssteuer zum 01.01.2018 grundlegend reformiert wird. Dabei erfolgt eine Beschr\u00e4nkung auf die Besteuerung von Immobilienverm\u00f6gen. Hierzu darf auf den nachfolgenden Artikel verwiesen werden:<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica, arial, sans-serif; font-size: 10pt;\"><strong><a href=\"https:\/\/cabinet-vigier.com\/de\/2017\/11\/02\/reform-der-franzoesischen-vermoegenssteuer-isf-heisst-jetzt-ifi\/\">Reform der franz\u00f6sischen Verm\u00f6genssteuer \u2013 ISF hei\u00dft jetzt IFI<\/a><\/strong><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica, arial, sans-serif; font-size: 10pt;\"><strong>5. Besteuerungsrecht in Deutschland und Vermeidung der Doppelbesteuerung (DBA Frankreich)<\/strong><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica, arial, sans-serif; font-size: 10pt;\">Die oben dargestellten Regeln des franz\u00f6sischen Steuerrechts sind in jedem Fall immer dann anwendbar, wenn die Immobilie in Frankreich belegen ist und sowohl Gesellschafter als auch Gesellschaft ihren Sitz in Frankreich haben.\u00a0<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica, arial, sans-serif; font-size: 10pt;\">Im Ergebnis sind all diese Vorschriften allerdings auch dann anwendbar, wenn eine in Deutschland ans\u00e4ssige Person Gesellschafter der steuertranszuziden SCI mit Immobilien in Frankreich ist:\u00a0<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica, arial, sans-serif; font-size: 10pt;\">Eine doppelte Besteuerung in Deutschland wird dadurch vermieden, dass die Eink\u00fcnfte im Zusammenhang mit der steuertransparenten SCI in Deutschland von der Besteuerung freigestellt werden, allerdings einem Progressionsvorbehalt unterliegen. Im Einzelnen gilt hier folgendes:\u00a0<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica, arial, sans-serif; font-size: 10pt;\"><strong>a) <\/strong>Artikel 3 des deutsch-franz\u00f6sischen Abkommens zur Vermeidung der Doppelbesteuerungen (fortan kurz: DBA Frankreich) weist das Besteuerungsrecht an (positiven und negativen)\u00a0<strong>Eink\u00fcnften aus unbeweglichem Verm\u00f6gen<\/strong>ausschlie\u00dflich dem Belegenheitsstaat zu. Dies trifft insbesondere auf Eink\u00fcnfte aus Vermietung und Verpachtung (Art. 3 Abs. 4 S. 1 DBA Frankreich) und auf die Gewinne aus der Ver\u00e4u\u00dferung von unbeweglichem Verm\u00f6gen zu (Art. 3 Abs. 4 S. 2 DBA Frankreich). Ferner gilt das Belegenheitsprinzip auch dann, wenn das unbewegliche Verm\u00f6gen im Betriebsverm\u00f6gen einer gewerblich gepr\u00e4gten SCI gehalten wird (Art. 3 Abs. 5 DBA Frankreich). Das Besteuerungsrecht steht daher unabh\u00e4ngig von der Existenz einer Betriebsst\u00e4tte stets dem Belegenheitsstaat zu. Eine etwaige ausschlie\u00dfliche Besteuerung im Ans\u00e4ssigkeitsstaat ergibt sich lediglich auf gegebenenfalls auf Ebene der SCI anfallende Guthabenzinsen, z.B. aus der Anlage von Guthaben, wenn die entsprechenden Forderungen nicht zum Verm\u00f6gen einer gewerblichen SCI mit Betriebsst\u00e4tte in Frankreich geh\u00f6ren (Art. 10 DBA Frankreich).\u00a0<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica, arial, sans-serif; font-size: 10pt;\">Auch besteht bei der Ver\u00e4u\u00dferung von Anteilen an der franz\u00f6sischen SCI, die Eigentum an in Frankreich belegenen Immobilien h\u00e4lt, ein ausschlie\u00dfliches Besteuerungsrecht Frankreichs nach Art. 3 DBA Frankreich. Nach Art. 3 Abs. 2 DBA Frankreich bestimmt sich der Begriff \u201eunbewegliches Verm\u00f6gen\u201c n\u00e4mlich nach den Gesetzen des Vertragsstaates, in dem das Verm\u00f6gen belegen ist. Wie dargestellt, f\u00fchrt nach franz\u00f6sischem Recht die Ver\u00e4u\u00dferung von Anteilen an transparenten Immobiliengesellschaften immer zu pers\u00f6nlichen Eink\u00fcnften des Gesellschafters aus unbeweglichem Verm\u00f6gen.\u00a0<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica, arial, sans-serif; font-size: 10pt;\">Dies bedeutet zun\u00e4chst, dass Steuern f\u00fcr die Eink\u00fcnfte aus Vermietung und Verpachtung sowie aus der Ver\u00e4u\u00dferung des in Frankreich befindlichen Immobilienverm\u00f6gens bzw. der Anteile der steuertransparenten SCI ausschlie\u00dflich in Frankreich erhoben werden k\u00f6nnen \u2013 dies mithin auch, wenn der Gesellschafter seinen Wohnsitz in Deutschland hat. Die so erzielten steuerfreien Eink\u00fcnfte erh\u00f6hen folglich nicht die in Deutschland steuerbaren Einnahmen (sog. Freistellungsmethode).\u00a0<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica, arial, sans-serif; font-size: 10pt;\">Gleichzeitig erlaubt Artikel 20 Abs. 1 a) des DBA Frankreich zwar dem deutschen Wohnsitzstaat die Ber\u00fccksichtigung der franz\u00f6sischen Eink\u00fcnfte bei der Festsetzung ihres Steuersatzes, sog. Progressionsvorbehalt.\u00a0\u00a0\u00a0<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica, arial, sans-serif; font-size: 10pt;\">Nach \u00a7 32b Abs. 1 S. 2 Nr. 3 EStG gilt allerdings weder der negative noch der positive Progressionsvorbehalt f\u00fcr Eink\u00fcnfte aus der Vermietung oder Verpachtung von unbeweglichem Verm\u00f6gen [\u2026], wenn diese in einem anderem Staat als in einem Drittstaat belegen sind&#8220;. Im Umkehrschluss bedeutet dies: Liegt das vermietete Grundst\u00fcck nicht in einem Drittstaat sondern in einem EU\/EWR-Staat wie Frankreich, ist kein Progressionsvorbehalt zu beachten. Im Ergebnis k\u00f6nnen Verluste aus Vermietung und Verpachtung der franz\u00f6sischen Immobilie heute im Rahmen der deutschen Einkommenssteuer weder im Rahmen der Verlustverrechnung, noch bei der Ermittlung Steuersatzes genutzt werden. Eine Besteuerung erfolgt ausschlie\u00dflich in Frankreich. Gleiches gilt nach \u00a7 32b Abs. 1 S. 2 Nr. 1 und 2 EStG f\u00fcr Eink\u00fcnfte aus einer franz\u00f6sischen land- und forstwirtschaftlichen oder franz\u00f6sischen passiven gewerblichen Betriebsst\u00e4tte (iSv. \u00a7 2 Abs. 2 EStG) eines deutschen Unternehmens.\u00a0<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica, arial, sans-serif; font-size: 10pt;\">Weiterhin im Rahmen des deutschen Progressionsvorbehalts von Bedeutung bleiben k\u00f6nnen allerdings Eink\u00fcnfte SCI oder aus den SCI-Anteilen durch den SCI-Gesellschafter,\u00a0wenn sie Gewinne des Privatverm\u00f6gens (private Ver\u00e4u\u00dferungsgesch\u00e4fte im Sinn von \u00a7 23 EStG) oder Eink\u00fcnfte aus einer aktiven gewerblichen Betriebsst\u00e4tte eines deutschen Unternehmens in Frankreich darstellen. Der deutsche Progressionsvorbehalt l\u00e4uft allerdings bei privaten Ver\u00e4u\u00dferungsgesch\u00e4ften leer, sofern die Eink\u00fcnfte jenseits der Spekulationsfrist des \u00a7 23 EStG liegen.\u00a0<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica, arial, sans-serif; font-size: 10pt;\">b) Daneben weist das DBA Frankreich-Deutschland der Republik Frankreich auch das Recht zur Erhebung der Verm\u00f6genssteuer an den Anteilen der SCI mit Immobilieneigentum in Frankreich (Art. 19 Abs. 1 u. 2 DBA Frankreich-Deutschland) zu. Eine Doppelbesteuerung in Deutschland ist ausgeschlossen, da Deutschland keine Verm\u00f6genssteuer mehr kennt.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica, arial, sans-serif; font-size: 10pt;\"><strong>II. Alternative 2: Die K\u00f6rperschaftssteuerpflichtige SCI\u00a0\u00a0(IS-Besteuerung)<\/strong><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica, arial, sans-serif; font-size: 10pt;\">Die SCI kann auch w\u00e4hlen, der K\u00f6rperschaftssteuer (imp\u00f4t sur les soci\u00e9t\u00e9s, fortan kurz: IS) unterworfen zu werden (Art. 206-3 iVm. CGI). Diese Option ist grunds\u00e4tzlich unwiderruflich.\u00a0<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica, arial, sans-serif; font-size: 10pt;\">Ferner unterliegen einige wenige SCI, die einen gewerblichen oder gewerbe\u00e4hnlichen Zweck verfolgen stets zwingend der K\u00f6rperschaftssteuer &#8211; so z.B. die SCI, die m\u00f6blierte Immobilien oder Parkpl\u00e4tze vermietet. Gleiches gilt f\u00fcr die SCI die ma\u00dfgeblich am Gesch\u00e4ftsergebnis des Mieters beteiligt ist. Dies ist beispielsweise der Fall, wenn der Mieter bzw. ein Gesellschafter der Mietergesellschaft Gesellschafter der Vermieter-SCI ist oder die Bemessung des Mietzinses an das Gesch\u00e4ftsergebnis des Mieters gekn\u00fcpft wird.\u00a0<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica, arial, sans-serif; font-size: 10pt;\">Ist die SCI nach diesen Grunds\u00e4tzen K\u00f6rperschaftssteuerpflichtig, gilt folgendes:<strong>\u00a0<\/strong><\/span><\/p>\n<ol>\n<li><span style=\"font-family: helvetica, arial, sans-serif; font-size: 10pt;\"><strong> Besteuerung der laufenden Eink\u00fcnfte\u00a0<\/strong><\/span><\/li>\n<\/ol>\n<p><span style=\"font-family: helvetica, arial, sans-serif; font-size: 10pt;\">Hinsichtlich der Besteuerung laufender Eink\u00fcnfte ist zwischen der K\u00f6rperschaftssteuer auf Ebene der SCI und der Besteuerung von Dividenden auf Ebene der Gesellschafter zu unterscheiden.<strong>\u00a0<\/strong><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica, arial, sans-serif; font-size: 10pt;\"><strong>a) K\u00f6rperschaftssteuer in Frankreich (Gesellschaftsebene)<\/strong><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica, arial, sans-serif; font-size: 10pt;\">F\u00fcr die K\u00f6rperschaftssteuer sieht das franz\u00f6sische Recht einen spezifischen Steuer- und Sozialabgabensatz vor, wobei auch die Ermittlung der Bemessungsgrundlage besonderen Regeln folgt.\u00a0<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica, arial, sans-serif; font-size: 10pt;\">(1)\u00a0<u>Steuersatz<\/u>\u00a0<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica, arial, sans-serif; font-size: 10pt;\">In diesem Fall erfolgt eine Besteuerung des Gewinns auf Ebene der Gesellschaft. Der IS-Steuersatz betr\u00e4gt grunds\u00e4tzlich 33,33 %.\u00a0\u00a0<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica, arial, sans-serif; font-size: 10pt;\">Kleine und mittlere Unternehmen (PME) mit einem geringeren Umsatz als 7,63 Mio. EUR, deren Kapital voll eingezahlt ist und die mindestens zu 75 % direkt oder indirekt durch nat\u00fcrliche Personen bzw. von Gesellschaften derselben Gr\u00f6\u00dfenordnung gehalten werden, unterliegen mit einem Gewinnbetrag von 38.120 EUR einem reduzierten Steuersatz von 15 %.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica, arial, sans-serif; font-size: 10pt;\">(2)\u00a0<u>Sozialabgabe<\/u>\u00a0<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica, arial, sans-serif; font-size: 10pt;\">Zus\u00e4tzlich zum IS-Steuersatz wird eine Sozialabgabe (Contribution sociale sur l\u2019imp\u00f4t sur les soci\u00e9t\u00e9s) erhoben. Diese Sozialabgabe betr\u00e4gt derzeit 3,3 % bezogen auf den Betrag der IS-Steuer unter Ber\u00fccksichtigung eines Freibetrags von 763.000 \u20ac.\u00a0\u00a0Befreit von dieser Sozialabgabe sind kleine und mittlere Unternehmen (PME) mit einem Umsatz von weniger als 7,63 Millionen EUR, deren Kapital voll eingezahlt ist, vorausgesetzt mindestens 75 % werden direkt oder indirekt durch nat\u00fcrliche Personen bzw. von Gesellschaften derselben Gr\u00f6\u00dfenordnung gehalten.\u00a0<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica, arial, sans-serif; font-size: 10pt;\">(3)\u00a0<u>Bemessungsgrundlage BIC<\/u>\u00a0<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica, arial, sans-serif; font-size: 10pt;\">Der k\u00f6rperschaftssteuerpflichtige Einkommen ermittelt sich\u00a0gem. Art. 209 CGI nach den Grunds\u00e4tzen des sog. industriellen und gewerblichen Gewinns (b\u00e9n\u00e9fices industriels et commerciaux, fortan kurz: BIC) auf Ebene der Gesellschaft. Bemessungsgrundlage ist der Nettogewinn (b\u00e9n\u00e9fice net) der Gesellschaft. Nach Art. 38 CGI ist damit der Nettogewinn aus allen Gesch\u00e4ftst\u00e4tigkeiten der Gesellschaft einschlie\u00dflich des Gewinns aus der Ver\u00e4u\u00dferung von Gegenst\u00e4nden des Aktivverm\u00f6gens gemeint. Dieser Nettogewinn ergibt sich aus der Differenz der Nettowerte des Aktivverm\u00f6gens (actif net) am Anfang und am Ende eines Gesch\u00e4ftsjahres, vermindert um die Einlagen und erh\u00f6ht um die Entnahmen des Unternehmers bzw. der Gesellschafter.\u00a0<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica, arial, sans-serif; font-size: 10pt;\">Die Ermittlung des Gewinns auf Ebene der Gesellschaft erfolgt mithin durch Betriebsverm\u00f6gensvergleich. Es besteht folglich eine Bilanzierungspflicht. Der hier f\u00fcr den Betriebsverm\u00f6gensvergleich ma\u00dfgebliche Nettowert des Aktivverm\u00f6gens wird vom Gesetz wie folgt definiert: \u00dcberschuss der Aktiva \u00fcber die sich aus den Verbindlichkeiten gegen\u00fcber Gl\u00e4ubigern, den Abschreibungen und den R\u00fcckstellungen zusammensetzenden Passiva definiert. Hierbei setzten sich die Aktiva aus dem Anlageverm\u00f6gen, dem Vorratsverm\u00f6gen sowie s\u00e4mtlichen Betriebseinnahmen bzw. Forderungen der Gesellschaft zusammen. Ferner besteht ein spezielles System zum Vortrag von Verlusten anderer Gesch\u00e4ftsjahre.\u00a0<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica, arial, sans-serif; font-size: 10pt;\">Ein gro\u00dfer Vorteil der k\u00f6rperschaftssteuerpflichtigen SCI (Option-IS) gegen\u00fcber der SCI, die der Einkommenssteuer unterliegt, besteht in der M\u00f6glichkeit, nicht lediglich die Zinsen sondern die Immobilie selbst abzuschreiben und damit die steuerbaren Eink\u00fcnfte aus Vermietung und Verpachtung erheblich zu reduzieren.\u00a0<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica, arial, sans-serif; font-size: 10pt;\">Hinsichtlich der Abschreibungsdauer bzw. des j\u00e4hrlich zul\u00e4ssigen Steuerabschreibungssatzes (taux de l\u2019amortissement fiscal) der Gegenst\u00e4nde des Anlageverm\u00f6gens, hier insbesondere der Immobilie, gibt es keine starren gesetzlichen Vorgaben. Vielmehr kommt es im Einzelfall auf die tats\u00e4chliche bzw. die von der Gesellschaft erwartete Haltedauer an. In der Praxis orientieren sich viele Gesellschaften allerdings an den praktizierten \u201eBr\u00e4uchen\u201c (usages), was von der Finanzverwaltung in der Regel auch anerkannt wird (Inst. BOI\u00a0\u00a04 A-13-05 n\u00b0 97 u. 117). Bei Nachweis besonderer Umst\u00e4nde, die ein Abweichen von diesen Br\u00e4uchen nahelegen, erkennt die Finanzverwaltung in der Regel auch ohne weitere Probleme eine Abweichung bis zu 20% nach unten oder oben an (Doc.adm. 4D 141 n\u00b0 4). Hinsichtlich von Immobilien bestehen folgende Abschreibungsgebr\u00e4uche (die Prozents\u00e4tze beschreiben den j\u00e4hrlichen Abschreibungssatz): Gewerbeimmobilien 2 bis 5%, Industriegeb\u00e4ude 5%, B\u00fcrogeb\u00e4ude 4% und Wohngeb\u00e4ude 1 bis 2,5%.\u00a0<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica, arial, sans-serif; font-size: 10pt;\"><strong>b) Besteuerung der Dividenden in Frankreich (Gesellschafterebene)<\/strong><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica, arial, sans-serif; font-size: 10pt;\">Sch\u00fcttet die Gesellschaft Gewinne an einen Steuerinl\u00e4nder-Gesellschafter aus, der eine nat\u00fcrliche Person ist, so unterliegen diese Dividenden auf Ebene der Gesellschafter einer Art Teileink\u00fcnfteverfahren (Art. 158 ff. CGI):\u00a0\u00a0Nur 60 % der Eink\u00fcnfte sind zu versteuern.\u00a0\u00a0Diese unterliegen der franz\u00f6sischen Einkommenssteuer mit dem bereits dargestellten progressiven Stufentarif (0%-45%+). Hinzu kommen Sozialabgaben iHv. 15,5% (ab 2018: 17,2%), die allerdings auf 100% der Dividendeneink\u00fcnfte erhoben werden\u00a0\u2013 d.h. das Teileink\u00fcnfteverfahren gilt hier nicht. Ferner k\u00f6nnen zur Bildung der Steuerbemessungsgrundlage der Einkommenssteuer 5,1 % bezogen auf die Bruttodividende als Aufwendungen f\u00fcr Sozialabgaben abgezogen werden. Sch\u00fcttet die Gesellschaft Gewinn an einen Anteilsinhaber aus, der selbst K\u00f6rperschaftssteuerpflichtig ist, ist die Dividende grunds\u00e4tzlich voll im Rahmen der laufenden Ertr\u00e4ge zu versteuern. Eine Ausnahme bilden lediglich Gewinne, die an eine Muttergesellschaft ausgesch\u00fcttet werden (r\u00e9gime des soc\u00e9t\u00e9s m\u00e8res et filiales) \u2013 hier f\u00e4llt lediglich eine Steuer auf 5 % des Aussch\u00fcttungsbetrages an.\u00a0\u00a0\u00a0<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica, arial, sans-serif; font-size: 10pt;\">Auf von franz\u00f6sischen Gesellschaften ausgesch\u00fcttete Dividenden an Steuerausl\u00e4nder wird in Frankreich grunds\u00e4tzlich eine Quellensteuer von 30% bzw. 21% f\u00fcr EU B\u00fcrger erhoben (Art. 119 bis-2 und 187 CGI), die \u00fcber Abgeltungswirkung verf\u00fcgt (Art. 199 quater A CGI). Bereits jetzt darf in Bezug auf eine etwaige Doppelbesteuerung auf die besondere Wirkung der Art. 9 Abs. 2 bzw. 3 und 7 des DBA Frankreich-Deutschland hingewiesen werden. Danach ist der franz\u00f6sische Quellensteuersatz f\u00fcr Dividendenempf\u00e4nger mit Steuersitz in Deutschland auf 15 % bzw. bei bestimmten Schachtelbeteiligungen auf 0% reduziert (siehe unten).\u00a0<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica, arial, sans-serif; font-size: 10pt;\">Fraglich ist, ob auf die von franz\u00f6sischen Gesellschaften an Steuerausl\u00e4nder ausgesch\u00fcttete Dividenden auch den sog. Sozialabgaben iHv. 15,5% (ab 2018: 17,2%) unterliegen. Wie bereits dargestellt, zahlen seit dem 17.08.2012 auch Steuerausl\u00e4nder Sozialabgaben auf \u201eEink\u00fcnfte aus in Frankeich belegenen Immobilien oder im Zusammenhang mit diesen Immobilien\u201c (Loi 2012-958 vom 16.08.2012, art. 29-I-a-1\u00b0; Art.\u00a0L136-6-Ibis CSS; Art. 164 B-I-a CGI: \u00ab\u00a0Les revenus d\u2019immeubles sis en France ou de droits relatifs \u00e0 ces immeubles\u00a0\u00bb).\u00a0Die Frage wird wohl zu bejahen sein. Zumindest sehen die allgemeinen Anweisungen der Finanzverwaltung vor, dass unter den Begriff \u201eEink\u00fcnfte im Zusammenhang mit der Immobilie\u201c auch Eink\u00fcnfte aus den Anteilen\u00a0an Immobiliengesellschaften (\u2026revenus provenant des droits immobiliers d\u00e9tenus par le contribuable, tels que \u2026 les actions ou parts de soci\u00e9t\u00e9s immobili\u00e8res..) zu fassen sind (BOI-IR-DOMIC-10-10-20120912).\u00a0<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica, arial, sans-serif; font-size: 10pt;\"><strong>c) Besteuerung von Ver\u00e4u\u00dferungsgewinnen in Frankreich\u00a0<\/strong><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica, arial, sans-serif; font-size: 10pt;\"><strong>(1) Verkauf der Immobilie durch die Gesellschaft<\/strong>\u00a0<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica, arial, sans-serif; font-size: 10pt;\">Weiterhin von steuerlicher Relevanz ist der Gewinn, der anf\u00e4llt, wenn die dem IS unterliegende SCI eine zu ihrem Gesellschaftsverm\u00f6gen geh\u00f6rende Immobilie verkauft. Art. 38 CGI stellt insoweit ausdr\u00fccklich klar, dass lediglich latente Wertsteigerungen in steuerlicher Hinsicht keinerlei Auswirkungen haben.\u00a0<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica, arial, sans-serif; font-size: 10pt;\">Der hierbei konkret anfallende Gewinn wird der sog. gewerblichen Wertzuwachssteuer (plus-values professionnelles) unterworfen (Art. 209 u. 219 CGI). Anders als die Besteuerung privater Ver\u00e4u\u00dferungsgesch\u00e4fte (plus-values des particuliers, siehe oben) wird hier grunds\u00e4tzlich unterschieden zwischen:<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica, arial, sans-serif; font-size: 10pt;\">&#8211; kurzfristigen Ver\u00e4u\u00dferungsgewinnen (plus-value \u00e0 court terme), wenn das Wirtschaftsgut weniger als 2 Jahre vor Ver\u00e4u\u00dferung erworben wurde,\u00a0<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica, arial, sans-serif; font-size: 10pt;\">&#8211; langfristige Ver\u00e4u\u00dferungsgewinnen (plus-value \u00e0 long terme), wenn das Wirtschaftsgut mehr als 2 Jahre vor Ver\u00e4u\u00dferung erworben wurde,\u00a0<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica, arial, sans-serif; font-size: 10pt;\">Bei Ver\u00e4u\u00dferungen von Immobilien durch die Gesellschaft mit IS-Besteuerung ist diese Unterscheidung allerdings gem. Artikel 219 I a quater a CGI heute ohne Bedeutung. (Eine gewisse Privilegierung der \u201eplus values \u00e0 long terme\u201c existiert dort heute nur bei Ver\u00e4u\u00dferungen von bestimmten Gesellschaftsbeteiligungen).\u00a0<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica, arial, sans-serif; font-size: 10pt;\">Die Gewinne aus der Ver\u00e4u\u00dferung der Immobilie der SCI mit IS-Option werden im Jahr der Ver\u00e4u\u00dferung bei der Ermittlung des Nettogewinns (b\u00e9n\u00e9fice net) ber\u00fccksichtigt, so dass sich f\u00fcr die Ver\u00e4u\u00dferungsgewinne eine Besteuerung mit dem gew\u00f6hnlichen K\u00f6rperschaftssteuersatz (2017) von 33,33 % bzw. von 15% bis zum Betrag von 38.120 EUR \u2013 dies ggfls. zuz\u00fcglich der Sozialabgabe iHv. 3,3% &#8211; ergibt.\u00a0<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica, arial, sans-serif; font-size: 10pt;\">Der zu besteuernde Wertzuwachs berechnet sich aus der Differenz zwischen Verkaufspreis und Buchwert (valeur nette comptable, kurz: VNC), das hei\u00dft dem Anschaffungswert unter Ber\u00fccksichtigung der seit dem Erwerb erfolgten Abschreibungen. Dies stellt mithin die Kehrseite der Abschreibungsm\u00f6glichkeiten dar. Die Abschreibungen mindern zwar die w\u00e4hrend der Haltezeit anfallende K\u00f6rperschaftssteuer, andererseits fallen die eingesparten\u00a0Steuern dann allerdings in voller H\u00f6he bei der Ver\u00e4u\u00dferung der Immobilie durch die Gesellschaft an.<strong>\u00a0<\/strong><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica, arial, sans-serif; font-size: 10pt;\"><strong>(2) Verkauf der Gesellschaftsanteile<\/strong>\u00a0<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica, arial, sans-serif; font-size: 10pt;\">Beim Verkauf der Gesellschafteranteile an der SCI, die der IS unterliegt, ist zun\u00e4chst danach zu unterscheiden, ob Anteilsinhaber eine nat\u00fcrliche Person oder eine der K\u00f6rperschaftssteuer (IS-Steuer) unterliegende Gesellschaft ist:\u00a0<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica, arial, sans-serif; font-size: 10pt;\">Bei letzterer unterliegt der Gewinn aus der Ver\u00e4u\u00dferung des Anteils an der fremden Gesellschaft wiederum der sog. gewerblichen Wertzuwachssteuer (plus-values professionnelles, siehe oben zur Besteuerung bei Verkauf der Immobilie durch die Gesellschaft)\u00a0<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica, arial, sans-serif; font-size: 10pt;\">Handelt es sich beim Verk\u00e4ufer der Gesellschafteranteile der SCI hingegen um eine nat\u00fcrliche Person greifen die Grunds\u00e4tze der sog. privaten Wertzuwachssteuer. Anders als bei der Ver\u00e4u\u00dferung von Anteilen an der transparenten SCI (IR-Besteuerung) erfolgt beim Verkauf von Anteilen an der SCI mit IS-Option die Besteuerung nach den Regeln der Besteuerung von Mobilienver\u00e4u\u00dferungsgewinnen (r\u00e9gime d\u2019imposition des plus values sur valeurs mobili\u00e8res et droits sociaux), auch wenn es sich um eine Immobiliengesellschaft handelt (Art. 150-0 A bis 150-0-E CGI).\u00a0Zu unterscheiden ist hier die Rechtslage bis 2012 und ab 2013:\u00a0\u00a0<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica, arial, sans-serif; font-size: 10pt;\">&#8211; bis 2012 galt folgende Regelung:<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica, arial, sans-serif; font-size: 10pt;\">Zum Ansatz kam hier noch ein privilegierter Steuersatz von 19% (bis 2011) bzw. 24% (2012) zzgl. der Sozialabgaben von 15,5%, wobei der Wertzuwachs sich aus der Differenz zwischen dem Verkaufspreis und Erwerbspreis, bei Gr\u00fcndungsgesellschaftern also dem Nominalwert der Gesellschaftsanteile ermittelt (Art. 150-0-A, Art. 200 A CGI).\u00a0<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica, arial, sans-serif; font-size: 10pt;\">Andererseits war hier \u2013 anders als bei der Besteuerung privater Immobilienver\u00e4u\u00dferungsgewinne (Art. 150 VC CGI) &#8211; kein Abschlag in Abh\u00e4ngigkeit zur Haltedauer m\u00f6glich. Ein urspr\u00fcnglich vorgesehenes System von Abschl\u00e4gen, das 2012 in Kraft treten sollte (Art. 150-0 D bis CGI), wurde durch das Haushaltsgesetz 2012 aufgehoben (Loi 2011-1977, Art. 80).\u00a0<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica, arial, sans-serif; font-size: 10pt;\">&#8211; seit 2013 gilt folgende Regelung:<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica, arial, sans-serif; font-size: 10pt;\">Die zu ermitteltenden Ver\u00e4u\u00dferungsgewinne unterliegen grunds\u00e4tzlich der franz\u00f6sischen Einkommenssteuer mit einem progressiven Stufentarif zwischen 0% und 45% zzgl. der Sozialabgaben in H\u00f6he von 15,5%.\u00a0<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica, arial, sans-serif; font-size: 10pt;\">Ferner k\u00f6nnen vom Ver\u00e4u\u00dferungsgewinn vor Anwendung des Steuertarifs allerdings folgende Abschl\u00e4ge in Abh\u00e4ngigkeit zur Haltedauer gemacht werden: 2% bei Haltedauer von mindestens zwei Jahren und weniger als 4 Jahren, 4 % bei Haltedauer von mindestens 4 Jahren und weniger als 6 Jahren und 6% bei Haltedauer von mindestens 6 Jahren.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica, arial, sans-serif; font-size: 10pt;\"><u>Behandlung von Steuerausl\u00e4ndern:<\/u>\u00a0Grunds\u00e4tzlich sind Mobilienver\u00e4u\u00dferungsgewinne von Steuerausl\u00e4ndern aus dem Verkauf von Anteilen an franz\u00f6sischen Gesellschaft nur dann als solche (Art. 150-O A CGI) in Frankreich steuerpflichtig, wenn der Anteil mehr als 25 % betr\u00e4gt (Art. 244 bis B CGI). \u00c4u\u00dferst beachtlich ist zudem, dass \u2013 wenn es sich um eine sog. SPPI (d.h. mehr als 50% der Aktiva der SCI besteht aus Immobilien, 244 bis A I-3-h CGI) handelt &#8211; bei Steuerausl\u00e4ndern kein Unterschied danach gemacht wird, ob es sich\u00a0um die Ver\u00e4u\u00dferung von Anteilen an einer transluziden oder einer K\u00f6rperschaftssteuerpflichtigen SCI handelt. Auch f\u00fcr letztere verweist das Gesetz (Art. 244 bis A II CGI) im Wesentlichen auf die Vorschriften der Besteuerung privater Immobilienver\u00e4u\u00dferungsgewinne (plus values immobili\u00e8res), wenn der Verk\u00e4ufer eine nat\u00fcrliche, der Einkommenssteuer unterliegende Person ist. Umfasst von dieser Verweisung\u00a0sind insbesondere auch die Vorschriften, nach denen es zu Abschl\u00e4gen in Abh\u00e4ngigkeit zur Haltedauer kommt (Art. 150 VC CGI). Bis 2012 galt hier der besondere Steuersatz (taux forfaitaire) iHv. 33,33 % bzw. in H\u00f6he von 19% f\u00fcr EU-Ausl\u00e4nder (Art. 244 bis A CGI) nebst Sozialabgaben in H\u00f6he von 15,5%. (Loi 2012-958 vom 16.08.2012, art. 29; Art. L136-7-I-bis CSS).\u00a0Seit 2013 kommt gegebenenfalls noch die sog. &#8222;surtaxe immobili\u00e8re&#8220; zwischen 2% und 6% hinzu.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica, arial, sans-serif; font-size: 10pt;\"><strong>d) Besteuerung des Immobilien- und Anteilserwerbs (Registersteuer) in Frankreich<\/strong><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica, arial, sans-serif; font-size: 10pt;\">Hinsichtlich der auf Seiten des Erwerbers anfallenden Registersteuern kann zun\u00e4chst auf die Ausf\u00fchrungen im Rahmen der transluziden SCI verwiesen werden (Registersteuer f\u00fcr Immobilienerwerb 5,81%; Registersteuer f\u00fcr Erwerb eines Anteils an Immobiliengesellschaft 5,00 %).\u00a0\u00a0<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica, arial, sans-serif; font-size: 10pt;\">Anders als bei der transluziden SCI l\u00f6st die Einbringung einer Immobilie durch einen Gesellschafter, der selbst nicht der K\u00f6rperschaftssteuer unterliegt, auf Seiten der SCI mit IS-Besteuerung die Registersteuer in H\u00f6he 5% aus (809 bis 810 bis CGI). Auch hier unterliegt der einbringende Gesellschafter wiederum der Wertzuwachssteuer (siehe oben).\u00a0<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica, arial, sans-serif; font-size: 10pt;\"><strong>e) Sonstige Steuern in Frankreich<\/strong><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica, arial, sans-serif; font-size: 10pt;\">Hinsichtlich der sonstigen Steuern, die im Zusammenhang mit der k\u00f6rperschaftssteuerpflichtigen SCI\u00a0anfallen (Mehrwertsteuer TVA, Grundsteuer TF, neue Gewerbesteuer CEF und Verm\u00f6genssteuer ISF) wird auf die Ausf\u00fchrungen im Rahmen der transluziden SCI verwiesen, die entsprechend anwendbar sind.\u00a0<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica, arial, sans-serif; font-size: 10pt;\"><strong>f) Besteuerungsrecht in Deutschland und Vermeidung der Doppelbesteuerung (DBA Frankreich)<\/strong><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica, arial, sans-serif; font-size: 10pt;\">Die oben dargestellten Regeln des franz\u00f6sischen Steuerrechts sind in jedem Fall auch hier immer dann anwendbar, wenn die Immobilie in Frankreich belegen ist und sowohl Gesellschafter als auch Gesellschaft ihren Sitz in Frankreich haben.\u00a0<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica, arial, sans-serif; font-size: 10pt;\">Aber auch wenn eine in Deutschland ans\u00e4ssige Person Gesellschafter der franz\u00f6sischen SCI ist, die der IS-Steuer unterliegt, steht der Republik\u00a0Frankreich als Belegenheitsstaat das ausschlie\u00dfliche Besteuerungsrecht in Bezug auf die laufenden Eink\u00fcnfte der Gesellschaft selbst und in Bezug auf die Gewinne aus der Ver\u00e4u\u00dferung von Immobilien der Gesellschaft. Die Vorschriften des DBA Frankreich-Deutschland, anfallen (Mehrwertsteuer TVA, Grundsteuer TF, neue Gewerbesteuer CEF und Verm\u00f6genssteuer die bereits oben im Rahmen der transluziden SCI genannt wurden, sind auch hier grunds\u00e4tzlich anwendbar. Somit kommt es auch hier in Deutschland grunds\u00e4tzlich zu einer Freistellung\/span mit Progressionsvorbehalt (s. auch BMF, Schrb v. 16.04.2010, IV B 2 &#8211; S 1300\/09\/10003 Ziff. 4.1.4.1)\u00a0<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica, arial, sans-serif; font-size: 10pt;\">Eine Besonderheit besteht allerdings im Fall der Aussch\u00fcttung von Dividenden der SCI an die Gesellschafter:\u00a0<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica, arial, sans-serif; font-size: 10pt;\">Es wurde bereits aufgezeigt, dass von franz\u00f6sischen Gesellschaften ausgesch\u00fcttete Dividenden an Steuerausl\u00e4nder in Frankreich grunds\u00e4tzlich eine Quellensteuer von 30 % bzw. 21% unterliegen (Art. 119 bis-2 CGI), die \u00fcber Abgeltungswirkung verf\u00fcgt (Art. 199 quater A CGI).\u00a0<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica, arial, sans-serif; font-size: 10pt;\">Durch Art. 9 Abs. 2 des DBA Deutschland-Frankreich ist dieser Quellensteuersatz auf 15 % reduziert bzw. bei bestimmten Schachtelbeteiligungen auf 0% (bei Aussch\u00fcttung von einer franz\u00f6sischen Kapitalgesellschaft an eine in Deutschland ans\u00e4ssige Kapitalgesellschaft, die mindestens 10% am Gesellschaftskapital der franz\u00f6sischen Gesellschaft h\u00e4lt). Zu beachten ist, dass der entsprechende Antrag zur reduzierten Besteuerung vor Auszahlung der Dividenden bei der franz\u00f6sischen Finanzverwaltung zu stellen ist.\u00a0<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica, arial, sans-serif; font-size: 10pt;\">Art. 9 Abs.1 des Doppelbesteuerungsabkommen erlaubt daneben grunds\u00e4tzlich die Besteuerung der Dividenden in Deutschland nach den dort geltenden allgemeinen Regeln (idR. Abgeltungssteuer, vorbehaltlich G\u00fcnstigerpr\u00fcfung mit Teileink\u00fcnfteverfahren \u00a7 32d EStG). Aus Sicht des deutschen Rechts handelt es sich bei der SCI allerdings um eine Mitunternehmerschaft, selbst wenn diese in Frankreich zum IS optiert hat. Gewinnaussch\u00fcttungen einer franz\u00f6sischen SCI mit IS-Option, die nach franz\u00f6sischem Recht Dividenden darstellen und unter Art. 9 des Doppelbesteuerungsabkommens fallen\u00a0\u00a0(so ausdr\u00fccklich Art. 9 Abs. 7 DBA), stellen nach nationalem deutschen Recht allerdings keine steuerbaren Eink\u00fcnfte dar (Kessler\/Sinz\/Achilles-Pujol, DBA Kommentar, 2007, Art. 4 C II, S.55 mwN.; vgl. auch BMF Schreiben v. 16.04.2010, IV B 2 &#8211; S 1300\/09\/10003 Ziff. 4.1.4.1).\u00a0<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica, arial, sans-serif; font-size: 10pt;\"><strong>Schlussbemerkung:<\/strong><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica, arial, sans-serif; font-size: 10pt;\">Die vorstehenden Ausf\u00fchrungen belegen die Komplexit\u00e4t der Besteuerung der SCI im deutsch-franz\u00f6sischen Kontext. Allerdings er\u00f6ffnen sich gerade in Anbetracht der versch\u00e4rften Besteuerung von privaten Ver\u00e4u\u00dferungsgewinnen im Rahmen der IR-Besteuerung interessante Alternativen durch Wahl der IS-Besteuerung. Hier gilt es im Einzelfall die etwaigen Konsequenzen beider Modelle einmal durchzurechnen. Einen gewissen Unsicherheitsfaktor f\u00fcr langfristige Investitionen stellt daneben allerdings die Tatsache dar, dass mit weiteren \u00c4nderungen der Gesetzgebung zu Lasten des Steuerzahlers zu rechnen ist.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica, arial, sans-serif; font-size: 10pt;\"><strong><em><u><br \/>\nStand:<\/u><\/em><\/strong><strong><em> 01.11.2017<\/em><\/strong><strong><em><br \/>\n<u>Autor:<\/u> Armin Vigier, Rechtsanwalt-Avocat<\/em><\/strong><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica, arial, sans-serif; font-size: 10pt;\"><em><strong>Rechtlicher Hinweis:\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 <\/strong><\/em><\/span><br \/>\n<span style=\"font-family: helvetica, arial, sans-serif; font-size: 10pt;\"> Diese Abhandlung erhebt keinen Anspruch auf Vollst\u00e4ndigkeit und soll lediglich einem ersten \u00dcberblick dienen. Insbesondere kann sie eine Einzefallbezogene Beratung nicht ersetzen. Naturgem\u00e4\u00df kann daher f\u00fcr die hier gemachten Ausf\u00fchrungen keine Haftung \u00fcbernommen werden. F\u00fcr verbindliche Ausk\u00fcnfte im Einzelfall stehen wir Ihnen gerne zur Verf\u00fcgung.<\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"font-family: helvetica, arial, sans-serif; font-size: 10pt;\">\u00a0<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Deutsche, die sich f\u00fcr den Erwerb einer Immobilie in Frankreich interessieren, sehen sich oftmals mit der Frage konfrontiert, ob die Gr\u00fcndung einer Privatimmobiliengesellschaft (sog. soci\u00e9t\u00e9 civile immobili\u00e8re, fortan kurz: SCI) Sinn macht.\u00a0 Gerade wenn die Immobilie vermietet werden soll, ergeben sich interessante Gestaltungsm\u00f6glichkeiten, insbesondere in steuerrechtlicher Hinsicht. Die einschl\u00e4gigen Bestimmungen des franz\u00f6sischen Rechts alleine sind &#8230; <a title=\"Die Besteuerung der verm\u00f6gensverwaltenden SCI im deutsch-franz\u00f6sischen Kontext\" class=\"read-more\" href=\"https:\/\/cabinet-vigier.com\/de\/die-besteuerung-der-vermoegensverwaltenden-sci-im-deutsch-franzoesischen-kontext\/\" aria-label=\"Mehr zu Die Besteuerung der verm\u00f6gensverwaltenden SCI im deutsch-franz\u00f6sischen Kontext\">Weiterlesen &#8230;<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"parent":0,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"_monsterinsights_skip_tracking":false,"_monsterinsights_sitenote_active":false,"_monsterinsights_sitenote_note":"","_monsterinsights_sitenote_category":0,"_uf_show_specific_survey":0,"_uf_disable_surveys":false,"generate_page_header":"","footnotes":""},"class_list":["post-983","page","type-page","status-publish"],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v24.5 - 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